Dachausbau

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Kaltdächer und Warmdächer

Sind Sie gerade dabei die Dachkonstruktion auszuwählen, müssen Sie sich sicherlich zwischen Kaltdächern und Warmdächern entscheiden. Kaltdächer und Warmdächer sind beides wärmegedämmte Dächer, die sich nicht nur in Ihrem Aufbau, sondern auch Ihrem Nutzen unterscheiden.

Was sind Kaltdächer und Warmdächer?

Sowohl Kaltdächer als auch Warmdächer sind Dächer, welche eine hohe Wärmedämmung aufweisen. Dennoch unterschieden sich die Kaltdächer und Warmdächer in einigen Aspekten. 

Kaltdächer

Bei der Konstruktion von Kaltdächern wird die Dämmung der Kaltdächer zwischen den Deckenbalken angebracht. Dadurch bleibt auch der Dachraum, welcher sich unter der Dämmschicht der Kaltdächer befindet, deutlich wärmer als der Raum, welcher sich über der Dämmebene der Kaltdächer befindet. Da die warme und feuchte Luft in einem Raum aufsteigt und durch die Decke entweicht, kann dies zur Kondensation führen, wenn die niedrige Temperaturzone von Kaltdächern erreicht wird. Aus diesem Grund, besitzen Kaltdächer einen Hohlraum zwischen der Wärmedämmung und dem Unterdach, welcher dafür sorgt, dass der Dachaufbau gut belüftet ist. Eine Außenschale am äußeren Teil der Kaltdächer begrenzt diesen Hohlraum und verhindert somit, dass Feuchtigkeit eindringen kann. Auf der Innenseite der Kaltdächer wird der Hohlraum durch eine Dämmschicht eingegrenzt. Damit sich also kein Schimmel bilden kann, ist dieser Luftaustausch, welcher in der Zwischenebene der Kaltdächer entsteht, essenziell. 

Warmdächer

Im Gegensatz zu Kaltdächern wird das Dämmmaterial bei Warmdächern einfach auf das Dach gelegt. Damit dadurch die Warmdächer auch ausreichend abgedichtet sind, müssen die Dachdecker das Dach demnach auch mit einer wasserdichten Membran abdichten. Dies soll gewährleisten, dass die komplette Dacheindeckung der Warmdächer auch isoliert ist, wodurch die Immobilie bei Warmdächern ebenfalls eine bessere Energieeffizienz aufweist. Einen Schutz vor Feuchtigkeit, wie bei den Kaltdächern, gibt es bei Warmdächern nicht. Dieser muss bei Warmdächern auf bautechnischer Ebene mit eingeplant werden. Auch der Aufbau der Warmdächer unterscheidet sich zu dem der Kaltdächer. Warmdächer besitzen außen nämlich ein Randprofil sowie ein Randkeil. Daran anliegend findet sich die Abdichtung bei den Warmdächern und darauffolgend eine breite Dämmschicht. Zuletzt können Sie eine Dampfsperre bei Warmdächern auffinden. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass beim Bau von Warmdächern Material eingespart werden kann. Entscheidend für die Energieeffizienz der Warmdächer ist jedoch auch das verwendete Dämmmaterial. Dämmstoffe, wie Polyurethan oder Mineralwolle, sind Stoffe, welche besonders positiv zur Senkung Ihrer Heizkosten bei der Dachkonstruktion im Rahmen der Warmdächer beitragen.

Was sind die Vor- und Nachteile von Kaltdächern und Warmdächern?

Vorteile von Kaltdächern

Gerade im Winter haben Kaltdächer den Vorteil, dass Kaltdächer die Bildung von Eis und Undichtigkeiten verhindern, da sich auf Kaltdächern kein Schnee ansammelt. Zudem besitzen Kaltdächer aufgrund ihrer Konstruktion einen sehr guten Lüftungseffekt, welcher im Sommer dafür sorgt, dass sich die Kaltdächer nicht so sehr aufheizen. Dadurch wird ebenfalls die Lebensdauer der Abdichtungsbahnen der Kaltdächer verlängert. Auch wenn das Eindringen der Feuchtigkeit bei Kaltdächern größtenteils verhindert wird, trocknet die gegebenenfalls eindringende Feuchtigkeit bei Kaltdächern besonders schnell.

Nachteile von Kaltdächern

Ein großer Nachteil bei Kaltdächern ist, dass der Aufbau von Kaltdächern sehr gut geplant werden muss, damit die Vorteile der Kaltdächer auch garantiert werden können. Dazu ist die fachgerechte Planung von Profis notwendig, welche bei Kaltdächern ziemlich komplex und kostspielig ist. Zudem können Sie den Raum unter den Kaltdächern nicht als Wohnraum verwenden, da durch den Aufbau der Kaltdächer diese viel Wärme verlieren. Zwar können Sie dies mittels einer Heizung kompensieren, jedoch müssen Sie dann für das Heizen bei Kaltdächern deutlich mehr Kosten einkalkulieren. 

Vorteile von Warmdächern

Bei Warmdächern ist es ein großer Vorteil, dass Sie im Dachgeschoss aufgrund der guten Dämmung, eine gleichbleibende Temperatur haben, da weniger Wärme durch die Warmdächer verloren geht. Dadurch müssen Sie bei Warmdächern auch keine Wärmeverluste durch Heizen kompensieren, wodurch Ihre Heizkosten bei Warmdächern im Vergleich zu Kaltdächern deutlich geringer sind. Warmdächer zu installieren geht besonders schnell und ist relativ einfach, im Gegensatz zu Kaltdächern, da Warmdächer kompakter sind und weniger Konstruktionsaufbau benötigen. Ebenfalls können die Warmdächer einem hohen Druck standhalten. Wünschen Sie sich eine Dachterrasse, Solarpaneele oder Dachbegrünung, dann eignen sich Warmdächer ideal dafür. 

Nachteile von Warmdächern

Sollte die Dachhaut bei Warmdächern allerdings mal beschädigt sein, dann hat dies den großen Nachteil, dass die Dämmung durchfeuchtet und komplett ausgetauscht werden muss, was natürlich in hohen Kosten für Sie endet. Deshalb müssen Warmdächer auch regelmäßig gewartet werden, was für Sie einen größeren Aufwand bedeutet. 

Wann lohnen sich Kaltdächer und wann Warmdächer?

Je nach Ihrer Dachform eignen sich Kaltdächer beziehungsweise Warmdächer eher. Besonders wenn Sie aber Ihr Dachgeschoss als Wohnraum nutzen, dann eignen sich Warmdächer aufgrund Ihrer Dämmung eher als Kaltdächer. Bei der Nutzung des Dachgeschosses als Wohnraum wird die Verwendung von Warmdächern auch von Experten empfohlen. Auch bei Flachdächern wird zu Warmdächern geraten, da sich bei Flachdächern die Dämmschicht der Warmdächer an der äußeren Konstruktion des Daches befindet. Die Temperatur der Tragkonstruktion und des Tragwerkes bei Flachdächern ist ähnlich die des Gebäudeinneren bei Warmdächern. Entscheiden Sie sich hingegen bei Flachdächern für Kaltdächer, dann sind Kaltdächer auf thermischer Sicht nicht ganz so effektiv wie Warmdächer.

Was ist nun genau der Unterschied zwischen Kaltdächern und Warmdächern?

Im Grunde genommen sind Kaltdächer dafür da, dass eine ausreichende Belüftung herrscht. Aus diesem Grund haben Kaltdächer eine Belüftungsebene zwischen der Dachhaut und der Wärmedämmung. Warmdächer auf der anderen Seite haben zur Aufgabe, dass ein effizienter Wärmeschutz besteht. Aufgrund der Dachkonstruktion sind bei Warmdächern keine Belüftungsebenen zwischen der Dachunterkonstruktion und der Dachhaut vorzufinden. Heutzutage werden hauptsächlich Warmdächer verbaut, da, auch wenn diese nicht ganz so feuchtigkeitsabweisend sind wie Kaltdächer, dieses Problem bei den Warmdächern einfach zu beheben ist, aufgrund der modernen Baustoffe. 

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